Die Saison 2012

Wasserstadt-Triathlon Hannover 03.06.2012 - der Name war Programm.

 

Am 03.06.2012 wollten Andreas und ich gemeinsam eine Mitteldistanz zur Formüberprüfung angehen. Nachdem wir in Kassel unsere Laktatwerte ermittelt hatten, wussten wir uns gut vorbereitet und sind trotz Regen in Kassel optimistisch am Sonntag morgen nach Hannover aufgebrochen. Laut Wetterbericht sollte es in Hannover ca. 12-15°C werden und trocken bleiben...


Also eigentlich relativ gute Voraussetzungen.

 

Nach dem Einchecken wurden wir allerdings eines Besseren belehrt. Die Wolken wurden von Minute zu Minute dichter und dunkler, dies ließ nichts Gutes verheißen.

 

Nachdem der Neoprenanzug angezogen war und wir Richtung Schwimmstart aufgebrochen sind, regnete es bereits und die Außentemperatur wurde für den Rest des Tages einstellig. Kurz vor dem Start haben wir uns dazu entschlossen, dass Andreas aufgrund der widrigen Umstände nicht antreten soll, da er gesundheitlich gerade wieder auf dem aufsteigenden Ast war.

 

So wurde es also ein Einzelstart - danke Andreas für den Support ;-)

 

Geschwommen wurde im 19° warmen Kanal. Die erste Disziplin verlief erwartungsgemäß solide ab. Drei Startgruppen im Abstand von 15 Minuten waren auf der Mitteldistanz am Start (ca. 500 Starter).

 

Hier haben schon einige dem Wetter/der Kälte Tribut gezollt und den Triathlon bereits nach der ersten Disziplin beendet.

 

Die "vierte" Disziplin, der Wechsel, sollte an diesem Tag eine ganz besondere Herausforderung werden. Nach dem Schwimmen (der eigentlich "nassen" Disziplin) ging es auf die 90 Kilomter lange Radstrecke. Hier stiegen bereits ca. 50% der Teilnehmer witterungs- und sturzbedingt aus. Die fleißigen Helfer sammelten auf der Radstrecke permant unterkühlte Athleten ein. So ein Szenario habe ich so noch nie erlebt.

 

Vom Streckenrand habe ich sogar die Erlaubnis/Bitte? zum DNF erhalten. Danke dafür!

 

Trotzdem zog ich mir nach den 90 Kilometern die "trockenen" Laufschuhe an. Auch hier ein Dank an die Helfer in der Wechselzone, die den Athleten beim An-/Umziehen behilflich waren. Diese konnten nämlich ihre Finger - im Gegensatz zu uns - noch einigermaßen bewegen. Hoffnungsvoll, dass man sich ja "warmlaufen" kann, ging es auf die Laufstrecke/Matschpiste.

 

Die entsetzten Gesichter meiner Supporter konnte ich bis dahin nicht verstehen (die wollten wohl ins Warme/Trockene). Völlig ausgekühlt und nach einer heißen Badewanne lechzend, brachte ich diesen "Wasserstadt"-

Triathlon zuende.

 

Fazit: 9,5°C max. und permanenter Dauerregen sind eine echte Herausforderung für Athlet, Material, Helfer und Zuschauer.

 

Was hätte ich für eine heiße Tasse Kaffee auf der Radstrecke gegeben....